Rücktritt oder doch nicht? Weiter Verwirrung um Fener-Coach

Ein Flaschenwurf, ein überraschender Rücktritt und widersprüchliche Statements: Was steckt hinter dem Chaos um Fenerbahce-Trainer Kartal? Nach dem abgelehnten Rücktritt von Fenerbahce-Trainer Ismail Kartal geht die Verwirrung um die Zukunft des 65-Jährigen weiter. Der türkische Spitzenclub erklärte bei X, dass Kartal weiterhin im Amt sei. „Unser Team wird morgen um 11.30 Uhr unter der Leitung unseres Trainers Ismail Kartal mit dem Training die Vorbereitungen auf das Spiel gegen Gaziantep FK fortsetzen“, hieß es. Zuvor hatten türkische Medien noch berichtet, dass Fenerbahce dem Abgang des Cheftrainers nun doch zugestimmt habe. Co-Trainer Dirk Kuyt würde die Mannschaft vorübergehend betreuen. Demnach erschien Kartal am Freitag nicht zum Training im Vorfeld des Spiels gegen Gaziantep. Der Fenerbahce-Funktionär Oguz Cetin traf sich später mit dem Trainer, habe ihn jedoch nicht davon überzeugen können, zu bleiben, wie der türkische Sender NTV berichtete. Fenerbahce-Präsident lehnt Rücktritt ab Am Vorabend hatte der 65-Jährige unmittelbar nach dem Champions-League-Auftakt seiner Mannschaft überraschend seinen Rücktritt erklärt. Auf der Pressekonferenz nach dem 1:1 (0:1) gegen die AS Rom soll der Istanbuler Coach laut übereinstimmenden Medienberichten gesagt haben, dass er von seiner Position zurücktrete. „Ich habe diese Entscheidung getroffen, um den Weg für meinen Club freizumachen“, wird Kartal unter anderem zitiert. Fenerbahce-Präsident Aziz Yildirim widersprach seinem Trainer und kündigte an, dass Kartal weitermachen solle. „Ich habe gesagt, du wirst weitermachen, Ende. Wir sind eine Familie“, wurde der Präsident in türkischen Medien zitiert. Grund für Kartals spontane Handlung soll laut Yildirim der Wurf einer Flasche an seinen Kopf gewesen sein. Auch der Club reagierte mit einem Statement und teilte mit, dass der Flaschenwerfer mit einem Stadionverbot belegt wurde.