Er schießt Werder Bremen zum Sieg in Mainz. Nach dem Abpfiff zeigt sich Niclas Füllkrug aber verärgert. Mit einem Doppelpack hat Niclas Füllkrug Werder Bremen gegen den FSV Mainz 05 zum dritten Saisonsieg in der Bundesliga geführt und sollte eigentlich bestens gelaunt sein. Nach dem Schlusspfiff des 3:2 (2:0) in der MEWA Arena geriet der Stürmer allerdings mit dem Mainzer Nadiem Amiri aneinander. Beide standen Kopf-an-Kopf, Spieler und Betreuer gingen dazwischen. Während Füllkrug überrascht wirkte, war sein Gegenüber wütend. Der Grund: „Amiri war nicht ganz so respektvoll zu meinem Mitspieler. Dann habe ich ihm gesagt, dass er den Ball flach halten soll“, gab Füllkrug einen Einblick bei DAZN. Amiri erklärte später bei Sky: „Alles gut. Ich kenne ja Fülle. Mir sind ein paar Sachen im Spiel auf den Sack gegangen“, sagte der deutsche Nationalspieler und fügte an: „Ich war ein bisschen sauer. So ist Fußball. Wir verstehen uns, es sind auch ein paar Beleidigungen gefallen. Aber kein Stress.“ Die beiden hätten sich danach die Hand gegeben. Bereits während der Partie gab es Aufregung um Füllkrug. Bei seiner Auswechslung in der 81. Minute wurde der Bremer emotional an der Bank. Er gestikulierte wild und brüllte die Verantwortlichen an. „Je kaputter man ist, desto größer die Emotion. Das war hitzig – und witzig jetzt im Nachhinein“, erklärte er grinsend angesprochen auf die Szene. „Das Spiel hat sehr an den Kräften genagt.“ DFB-Nominierung? „Interessiert mich nicht“ Mit seinen Saisontoren sieben und acht sammelte Füllkrug, der im Sommer auf Leihbasis von West Ham United nach Bremen zurückgekehrt war und jetzt sogar die Torschützenliste anführt, weitere Argumente für eine Rückkehr in die deutsche Nationalmannschaft . Bundestrainer Jürgen Klopp hatte vor wenigen Tagen mit einer Aussage allerdings Aufsehen erregt. „Niclas Füllkrug schießt in der Bundesliga ein Tor nach dem anderen, aber er ist 33. Das ist nicht meine Schuld“, sagte er bei DAZN über eine mögliche Rückkehr. Füllkrug reagierte angesprochen auf die Worte mit: „Er hat Fakten aufgezählt, mehr nicht. Ich bin 33 und schieße ein Tor nach dem anderen. Das war ja ohne Meinung.“ Der Angreifer spiele nicht für eine Nominierung, er spiele für Werder. „Ich kann nichts sagen, was soll ich sagen? Ich weiß ja nichts. Alles, was ich sage, kann falsch sein oder ist vorgegriffen. Wirklich: Es interessiert mich einfach nicht“, betonte Füllkrug.