Europa League: Schlag in der Nachspielzeit – Hoffenheim verspielt Sieg

Die TSG erwischt einen optimalen Start ins Spiel bei Crystal Palace. Danach entwickelt sich eine turbulente Partie – die Schlussphase wird dramatisch. In einer wilden Schlussphase hat die TSG Hoffenheim den zweiten Europa-League-Sieg in Folge doch noch verspielt. Die Kraichgauer kamen bei Crystal Palace nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus. Alexander Prass (7.) traf am Donnerstagabend schon in der Anfangsphase zur Führung für die Kraichgauer, die nach einem Platzverweis für Palace-Profi Adam Wharton (77.) die Schlussphase in Überzahl spielten. Es reichte trotzdem nicht – weil der frühere Frankfurter Daichi Kamada in der Nachspielzeit noch zum verdienten Ausgleich traf (90.+1). Klopps DFB-Kader: Diese Entscheidung ist kaum zu erklären Conference League: Frühes Tor entscheidet – Freiburg siegt bei Salah-Klub Damit vermied der Bundesliga-Zwölfte zwar die dritte Pflichtspiel-Auswärtsniederlage in Folge nach dem DFB-Pokal-Aus bei Holstein Kiel und dem 0:2 bei Werder Bremen . Die Chancen auf die Play-offs sind jedoch gesunken. Zuvor hatte die TSG auf internationalem Parkett bei OFI Kreta und gegen Besiktas Istanbul verloren, dann aber Olympique Lyon 3:0 geschlagen. So lief das Spiel: 1.600 Fans hatten die TSG auf die Insel in Londons Selhurst Park begleitet. Sie zuckten schon nach vier Minuten zusammen – der Japaner Kamada stand aber bei seinem Tor im Abseits. Ein blitzsauberer Konter führte dann zur Führung der Gäste: Prass düpierte nach einem Seitenwechsel von Lemperle Torhüter Dean Henderson. Kurz darauf zielte Fisnik Asllani knapp am Pfosten vorbei. Prass hatte auch etwas gutzumachen: Der Österreicher fehlte zuletzt in Bremen wegen seiner Gelb-Rot-Sperre. Die hatte sich der Flügelspieler eingehandelt, als er beim Sieg gegen Leverkusen beim Torjubel sein Trikot ausgezogen hatte. Mit dem Tor bekamen die Hoffenheimer zunächst mehr Kontrolle über das Spiel. Andrej Kramarić hatte bei einer Direktabnahme sogar das 2:0 auf dem Fuß, Henderson reagierte aber großartig (23.). Dem auffälligen Kamada wäre jedoch beinahe der Ausgleich gelungen. Sein Ball mit dem Außenrist flog Zentimeter am Gehäuse von Oliver Baumann vorbei. Der TSG-Kapitän musste dann noch gegen Mateta retten. Nach der Pause begannen The Eagles (die Adler) von Palace wieder stürmisch. Die Hoffenheimer – unter anderem mit dem sicher auftretenden Youngster Natnael Abraha (18) auf Rechts in der Abwehr – stemmten sich gegen die Angriffe. Einen Konter schloss Asllani zu ungenau ab – allerdings aus abseitsverdächtiger Position. Die TSG blieb in den Zweikämpfen giftig und musste dabei auch einiges einstecken. Palace hatte Mühe, sich Chancen herauszuspielen. Mit ihrem Pressing hielten die Gäste den Gegner meist fern vom eigenen Strafraum. In der 67. Minute tauchte aber Yeremy vor Baumann auf – der 36-Jährige rettete ganz stark mit dem Arm in höchster Not. Adam Wharton sah in der 77. Minute noch Gelb-Rot nach einem Ellbogenschlag gegen Wouter Burger, so dass die TSG in Überzahl spielte und dennoch den Sieg verpasste.