Ralf Schumacher urteilt über Fahrer: „Verbrennt nur Sprit“ | Formel 1

Bei Cadillac ist ein Cockpit für die kommende Formel-1-Saison noch unbesetzt. Ralf Schumacher äußert sich zu einem Kandidaten – und wird deutlich. Die erste Saison von Cadillac in der Formel 1 ist bald in den Geschichtsbüchern. Zu holen gab es für den US-Rennstall in der „Königsklasse“ noch nichts, die beiden Fahrer Sergio Pérez und Valtteri Bottas fuhren regelmäßig nur hinterher, das Team hatte zudem mit zahlreichen technischen Problemen zu kämpfen. Für die neue Saison steht daher bis jetzt auch nur fest, dass Pérez weiter in einem der beiden Autos sitzen wird – ob auch Bottas bleibt, ist dagegen offen. Als Kandidat für die Nachfolge des Finnen wurde zuletzt Formel-2-Fahrer Colton Herta gehandelt. Der US-Amerikaner saß in dieser Saison bereits mehrfach schon in Trainingssessions am Steuer eines der beiden Autos, zuletzt nun im ersten Freien Training zum Großen Preis von Brasilien in São Paulo (Sonntag ab 18 Uhr im Liveticker bei t-online). Mitten im Spiel: Superstar von Teamkollegen wüst beschimpft Showmatch in Las Vegas : Rafael Nadal kehrt zurück – für ein Legendenduell? Wenn es allerdings nach Ralf Schumacher geht, hat Herta keine Chance auf einen festen Platz: „Nur wenn Ostern und Weihnachten auf einen Tag zusammenfallen“, sagte der 51-Jährige nun bei Sky. Und legte noch nach: „Ganz ehrlich: Das ist sinnlos. Der verbrennt nur Sprit, würde Franz Tost (ehemaliger F1-Teamchef, Anm. d. Red.) sagen.“ Mehr noch: „Ich weiß auch gar nicht, was das soll. Da kann man auch andere Leute, junge Leute ins Auto reinsetzen.“ Schumacher fuhr fort: „Herta war in der Formel 2 wirklich so, so schlecht. Für mich hat der das überhaupt nicht verdient.“ „Es muss ja Sinn machen“ Herta fährt erst seit dieser Saison in der Formel 2, war zuvor jahrelang in der IndyCar-Serie aktiv. In der Formel 2 aber konnte er die Erwartungen bislang nicht erfüllen, liegt im Klassement aktuell nur auf Platz 19. „Ich finde es ja schön, dass man versucht, US-Amerikaner zu pushen“, äußerte Schumacher sich weiter. „Aber es muss ja Sinn machen und der hat in der Formel 1 nichts zu suchen.“ Der Fahrer selbst hatte sich am Freitag noch optimistisch geäußert: Ein Formel-1-Cockpit sei „natürlich mein Ziel“, sagte der 26-Jährige. „Dafür bin ich hier und dafür gebe ich sehr viel. Ich hoffe, dass es passiert.“ Nicht, wenn es nach Ralf Schumacher geht.