2. Bundesliga: Bochum dreht Spiel in Cottbus – drei Tore einkassiert

Ein Elfmeter bringt den VfL Bochum in Cottbus ins Hintertreffen. Danach werden gleich drei Tore einkassiert. Am Ende kann der VfL doch noch jubeln. Nach dem überraschenden Sieg im DFB-Pokal über Erstligist Mainz 05 hat sich der VfL Bochum in der 2. Bundesliga drei wichtige Punkte bei Aufsteiger Energie Cottbus erkämpft. Am Freitagabend bog das Team von Trainer Uwe Rösler einen 0:1-Pausenrückstand bei den Lausitzern noch zu einem 2:1-Sieg um. Kurios: Im zweiten Durchgang wurden dabei von Schiedsrichter Florian Lechner innerhalb von neun Minuten gleich drei Tore einkassiert – zwei von VfL-Stürmer Philipp Hofmann, eines von Cottbus-Profi Justin Butler. Hofmann gelang im Anschluss aber noch der Ausgleichstreffer (70. Minute). Christian Rasmussen traf kurz vor Schluss erneut für die Gäste (88.). Tolcay Ciğerci hatte Cottbus per Foulelfmeter in Führung gebracht (21.). Parallel bezwang Arminia Bielefeld vor heimischem Publikum Eintracht Braunschweig mit 3:1 (2:0). Für die Ostwestfalen trafen Maximilian Großer (24.) sowie Joel Grodowski per Doppelpack (27. und 68.). Aaron Opoku konnte zwischenzeitlich für die Niedersachsen verkürzen (55.). Energie Cottbus – VfL Bochum In einer chancenarmen ersten Hälfte blieben die Gäste offensiv weitgehend harmlos. Cottbus war das bessere Team, ohne sich viele hochkarätige Möglichkeiten zu erspielen. Die Lausitzer profitierten von einem Foul von VfL-Keeper Timo Horn an Energie-Profi Lucas Copado im Strafraum. Ciğerci blieb vom Punkt eiskalt. Nach dem Seitenwechsel zeigte sich Bochum verbessert und hatte zunächst Pech, dass gleich zwei vermeintliche Treffer von Hofmann (53./61.) wegen Abseits aberkannt wurden. Auf der Gegenseite zählte auch ein Traumtor von Justin Butler (55.) aus rund 20 Metern wegen einer Abseitsstellung nicht. Nach dem Ausgleich drückte Cottbus auf den Heimsieg. Christian Kinsombi (82.) vergab aber die beste Chance und musste noch mit ansehen, wie sein Team als Verlierer vom Platz ging. Arminia Bielefeld – Eintracht Braunschweig Das Spiel der Tabellennachbarn begann zunächst mit einer Schweigeminute für den unter der Woche verstorbenen Bielefelder Jugendtrainer Nico Bäumker. Danach zeigten die Gastgeber, dass sie ihre Heimserie fortsetzen wollten. Seit Februar verlor die Arminia kein Spiel mehr in der Schüco Arena. Der für Felix Hagmann in die Startelf gerückte Jannik Rochelt vergab die erste große Möglichkeit. Großer und Grodowski machten es später besser. Braunschweig fand trotz Rückenwind aus dem Derbysieg am letzten Spieltag gegen Hannover überhaupt nicht ins Spiel, war erschreckend schwach und harmlos. BTSV-Coach Lars Kornetka nahm daher gleich drei Wechsel in der Pause vor. Doch besser wurde es zunächst nicht. Opokus Tor fiel aus dem Nichts, sorgte aber plötzlich für ein offenes Spiel. Braunschweig agierte nun mit einer ganz anderen Körpersprache und drängte auf den Ausgleich. Bei den Hausherren ging die Souveränität verloren. Sie kämpften aber verbissen um die drei Punkte, die Grodowski mit seinem zweiten Treffer endgültig sicherte.