Die Formel-1-Party für Ferrari fällt in Italien aus. Dafür liefert Kimi Antonelli bei seinem Heimspiel in Monza eine Supershow. Beim Ferrari-Frustrennen in Monza hat der famose Aufholjäger Kimi Antonelli den Tifosi doch noch ganz große Formel-1-Emotionen verschafft. Der italienische Mercedes-Jungstar raste bei seinem Heimspiel von Startplatz 19 zum Sieg vor seinem hilflosen Silberpfeil-Kollegen George Russell und kommt dem WM-Titel immer näher. Für Ferrari dagegen platzte die Hoffnung auf rote Festspiele früh, Charles Leclerc schied nach einem kapitalen Unfall aus. Lewis Hamilton wurde nur Sechster und fiel in der WM-Gesamtwertung weiter zurück. Hinter dem Mercedes-Duo holte sich Max Verstappen den dritten Podiumsplatz. Dahinter folgten die McLaren-Fahrer Oscar Piastri und Weltmeister Lando Norris , der zuletzt in Budapest und Zandvoort gewonnen hatte. Im WM-Klassement hat Antonelli jetzt 66 Punkte Vorsprung auf Russell. Hamilton liegt schon 76 Zähler zurück. Selbst eine fette Startplatzstrafe wegen eines unerlaubten Motorenwechsels hielt Antonelli nicht auf. Völlig überraschend durfte sich der Franzose Pierre Gasly auf den besten Startplatz stellen. Der Alpine-Fahrer hatte in der Qualifikation die komplette Konkurrenz düpiert und sich und seinem Team die erste Pole Position in der Formel 1 gesichert. „Die Formel 1 ist so viel aufregender, wenn man von vorn startet. Ich hoffe, wir können für eine nette Überraschung sorgen“, sagte der 30-Jährige bei der Fahrerparade. Die Vorfreude der Ferraristi auf ihr emotionales Heimspiel konnte Gaslys Coup zunächst nur wenig dämpfen. „Das ist absolut verrückt, überall dieses Rot. Die Energie ist so stark wie nirgendwo anders“, schwärmte Hamilton beim Blick auf die Tribünen im Autodromo Nazionale, auf denen sich über das Wochenende laut Organisatoren 404.000 Zuschauer drängten. Vettel fährt im alten Schumacher-Ferrari Die Scuderia hatte mit der Erinnerung an Michael Schumacher noch zusätzlich für große Gefühle im Königlichen Park gesorgt. Beide Ferrari starteten mit Sonderlackierungen, die Fahrer mit Rennanzügen, die „Schumi“ gewidmet waren. 30 Jahre nach Schumachers erstem Ferrari-Sieg in Monza und 20 Jahre nach seinem letzten steuerte Sebastian Vettel im Vorprogramm eines der Autos des Kerpeners als Hommage um die Strecke. „Die Rollen sind ein bisschen getauscht, sodass ich ein Stück mit ihm fahren kann. Wir hätten ihn am liebsten selbst hier gesehen, es ist unheimlich emotional“, erklärte Vettel am Sky-Mikrofon. Auf die Nostalgie folgte schon bald das Entsetzen. Am Start kam es zum harten Duell zwischen Hamilton und Teamgefährte Charles Leclerc, der Brite geriet neben die Strecke und fiel ins Mittelfeld zurück. Wenig später kam es noch schlimmer, als Leclerc in der berühmten Parabolica-Kurve die Kontrolle über sein Auto verlor und heftig seitlich in die Streckenbegrenzung krachte. Anscheinend unter Schmerzen kauerte der Monegasse danach am Rand der Piste, die Rennleitung unterbrach den Grand Prix. So manchem Ferrari-Fan liefen Tränen über die Wangen. Immerhin meldete das Team bald: „Charles hat die Streckenklinik verlassen. Er ist okay.“ Nach einer halben Stunde Pause für die Aufräumarbeiten an der Unfallstelle gab es den Neustart. Ganz vorn war nun Russell, der Gasly vor dem Crash von der Spitze verdrängt hatte. Nach wenigen Metern überholte auch Verstappen den Alpine-Fahrer, der in der Folge durchgereicht wurde. Reihenweise Überholmanöver Dagegen ging es für Antonelli rasant nach vorn. Schon vor der Renn-Unterbrechung war er von Startplatz 19 auf 12 gerast. Nach dem Neustart zog er unwiderstehlich in Richtung Podium, nach 13 Runden war Antonelli Dritter – und dabei auch schon vorbei an WM-Rivale Hamilton. In Runde 18 übernahm der Italiener sogar die Führung. Die Statistiker kamen beim Zählen der Überholmanöver im Feld kaum noch hinterher. Mehrfach tauschten Antonelli und Russell Platz eins. Mercedes-Teamchef Toto Wolff geriet in der Garage ins Schwitzen angesichts des harten Zweikampfs – und ließ irgendwann die beiden Streithähne zur Ordnung rufen. Als Lance Stroll seinen defekten Aston Martin abstellen musste, nutzten Antonelli und Verstappen ein virtuelles Safety-Car zum zeitsparenden Boxenstopp. Russell mühte sich vorn, sein Polster zu sichern. Doch Antonelli kam unwiderstehlich näher. Beim ersten Überholversuch rutschte der Italiener noch in den Kies und beschwerte sich kurz. Am Ende aber ließ er sich nicht mehr aufhalten.
Irre Aufholjagd: Kimi Antonelli verzaubert Monza
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Formel 1 in Italien: Furiose Aufholjagd – Antonelli schreibt Geschichte
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Der traditionsreiche Grand Prix wird kurz nach dem Start von einem heftigen Crash überschattet. Als es weitergeht, beginnt die große Show des WM-Führenden. Was für ein Triumph vom WM-Führenden: Kimi Antonelli hat als erster Italiener seit 60 Jahren den Großen Preis von Italien gewonnen – und das auch noch durch eine furiose Aufholjagd von Platz 19 auf Platz eins. Der 20-Jährige gewann das Rennen in Monza vor seinem Mercedes-Teamkollegen George Russell , Max Verstappen (Red Bull) fuhr auf Rang drei. Antonelli baute seine WM-Führung damit auf 66 Punkte aus. Der Youngster war wegen eines Motorenwechsels vor dem Start in der Formation zurückgestuft worden und sicherte sich doch noch den Sieg. „Unglaublich, ich bin so glücklich, hier zu stehen. Das war unvorstellbar, aber wir haben es geschafft“, sagte ein sichtlich erschöpfter wie bewegter Antonelli direkt nach dem Rennen. „Ich hätte das nicht ohne mein Team, ohne meine Familie, ohne alle, die mich unterstützen, geschafft“, erklärte er weiter – und dämpfte die Erwartungen auf den ersten WM-Titel: „Es sind noch einige Rennen zu fahren.“ Zweimal Gelb-Rot: Hertha holt sich Platz eins – Heidenheim ungewohnt Vor Rennen in Italien: Vettel fährt Schumachers Ferrari – und hat Tränen in den Augen Dabei wurde das Rennen schon kurz nach dem Start lange unterbrochen, nachdem Ferrari-Pilot Charles Leclerc abgeflogen und heftig gecrasht war. Nico Hülkenberg im Audi verpasste als Zwölfter die Punkteränge. So lief das Rennen Am Start kam es zum harten Duell zwischen Hamilton und Teamgefährte Charles Leclerc, der Brite geriet neben die Strecke und fiel ins Mittelfeld zurück. Wenig später kam es noch schlimmer, als Leclerc in der berühmten Parabolica-Kurve die Kontrolle über sein Auto verlor und heftig seitlich in die Streckenbegrenzung krachte. Anscheinend unter Schmerzen kauerte der Monegasse danach am Rand der Piste, die Rennleitung unterbrach den Grand Prix. So manchem Ferrari-Fan liefen Tränen über die Wangen. Immerhin meldete das Team bald: „Charles hat die Streckenklinik verlassen. Er ist okay.“ Nach einer halben Stunde Pause für die Aufräumarbeiten an der Unfallstelle gab es den Neustart. Ganz vorn war nun Russell, der Gasly vor dem Crash von der Spitze verdrängt hatte. Nach wenigen Metern überholte auch Verstappen den Alpine-Fahrer, der in der Folge durchgereicht wurde. Strittige Szene mit Teamkollege Russell Dagegen ging es für Antonelli rasant nach vorn. Schon vor der Renn-Unterbrechung war er von Startplatz 19 auf 12 gerast. Nach dem Neustart zog er unwiderstehlich in Richtung Podium, nach 13 Runden war Antonelli Dritter – und dabei auch schon vorbei an WM-Rivale Hamilton. In Runde 18 übernahm der Italiener sogar die Führung. Die Statistiker kamen beim Zählen der Überholmanöver im Feld kaum noch hinterher. Mehrfach tauschten Antonelli und Russell Platz eins. Mercedes-Teamchef Toto Wolff geriet in der Garage ins Schwitzen angesichts des harten Zweikampfs – und ließ irgendwann die beiden Streithähne zur Ordnung rufen. Als Lance Stroll seinen defekten Aston Martin abstellen musste, nutzten Antonelli und Verstappen ein virtuelles Safety-Car zum zeitsparenden Boxenstopp. Russell mühte sich vorn, sein Polster zu sichern. Doch Antonelli kam unwiderstehlich näher. Beim ersten Überholversuch rutschte der Italiener noch in den Kies und beschwerte sich kurz. Am Ende aber ließ er sich nicht mehr aufhalten.
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Ex-Gladbacher Embolo wird zum Hoffnungsträger
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Formel 1: Vettel fährt Schumacher-Ferrari – mit Tränen in den Augen
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Sebastian Vettel fährt in Monza Runden im Ferrari F2002 – zu Ehren seines Freundes Michael Schumacher. Was er danach sagt, lässt tief blicken. Vor dem Großen Preis von Italien in Monza hat Sebastian Vettel in Michael Schumachers Ferrari F2002 Runden gedreht. Der viermalige Weltmeister ehrte damit seinen Freund – und zeigte sich danach sichtlich bewegt. Vettel kletterte aus dem Cockpit und sagte: „Unglaublich, mein Herz pocht, ich bin sehr stolz, und ich vermisse Michael.“ Das Rennwochenende steht im Zeichen des siebenmaligen Weltmeisters. Schumacher bestritt vor 30 Jahren seine erste Saison für Ferrari. Am Dienstag, dem 8. September, jährt sich sein erster Heimsieg in Monza zum 30. Mal. F1-Star könnte alles verlieren: Böse Erinnerungen werden wach Teams sind sich einig: Warum die Formel 1 ihre Rennen verkürzen will Vor vollbesetzten Tribünen drehte Vettel seine Runden – begleitet vom Jubel der Fans und dem in der heutigen Formel 1 ungewohnten Klang des V10-Motors. Vettel sagte: „Das ist Michaels Moment, wir senden ihm all unsere Liebe und unsere Emotionen.“ Die Reaktion der Zuschauer zeige, „wie lebendig Michaels Geist und Ferraris Geist hier sind“. Vettel ergänzte: „Michael ist ein zeitloser Gewinner für dieses Team und für die Menschen hier. Die Väter und Mütter tragen das in die nächste Generation, und die macht dann das Gleiche.“ Schumacher sei „heute nicht hier, aber ich habe ihn sehr gespürt. Es ist ein besonderer Moment, der mich meinen Freund noch mehr vermissen lässt.“ Schumacher ist für Vettel ein Kindheitsidol – später freundeten sich die beiden an. Schumacher kam 1996 als zweimaliger Weltmeister zu Ferrari. Das Team war damals weit vom WM-Titel entfernt, dennoch gewann Schumacher gleich im ersten Jahr drei Rennen. Ab 2000 dominierte er mit der Scuderia die Formel 1 und wurde fünfmal in Folge Weltmeister. Seinen Rekord von insgesamt sieben Titeln teilt er bis heute mit Lewis Hamilton , der mittlerweile selbst für Ferrari fährt. Seit einem Skiunfall im Dezember 2013 schützt Schumachers Familie dessen Privatsphäre – offizielle Informationen über seinen Gesundheitszustand werden nicht geteilt.
FC Bayern: Dreesen fordert Annullierung von Roter Karte bei Elversberg
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Elversbergs Trainer Vincent Wagner sah am Samstag eine umstrittene Gelb-Rote-Karte. Jan-Christian Dreesen spricht eine offensichtliche Lösung im Live-TV aus. Laut dem Vorstandsvorsitzenden des FC Bayern München Jan-Christian Dreesen sollte die Gelb-Rote Karte gegen Elversbergs Trainer Vincent Wagner annulliert werden. „Es wäre ja möglich, für das nächste Spiel keine Sperren auszusprechen, wenn das alle so sehen“, sagte Dreesen am Sonntagvormittag im Fußballtalk „Doppelpass“ auf Sport1 – und bekam daraufhin lauten Applaus. Hintergrund der Diskussion ist eine Szene beim Spiel zwischen Borussia Mönchengladbach und der SV Elversberg (3:4) am zweiten Spieltag der Bundesliga . Kurz vor dem zwischenzeitlichen 2:1 für die Borussia gab es Einwurf für Gladbach, obwohl es deutlich hätte einen Einwurf für Elversberg geben müssen. In der Halbzeitpause betrat Elversbergs Wagner das Spielfeld, wollte sich die Szene von Schiedsrichter Martin Petersen erklären lassen – und kassierte dafür die Gelb-Rote-Karte. SV Elversberg: Trainer sieht Gelb-Rot in der Pause „Schon krass“: Wirbel um Platzverweis für Elversberg-Trainer Schiedsrichter-Chef Knut Kircher sagte im „Doppelpass“, bevor Dreesen die Annullierung forderte: „Im Nachgang betrachtet wären Möglichkeiten dagewesen, die hätten gezogen werden können, sodass es nicht zu der Gelb-Roten Karte hätte kommen müssen. Am Ende des Tages war das in Summe eine unglückliche Situation.“ Zu Dressens Vorschlag wurde Kircher nicht mehr befragt. Auch t-online-Experte Stefan Effenberg empfand den Platzverweis als zu hart. „Ich bin ein Freund von Fingerspitzengefühl, lass uns mal kurz in die Kommunikation gehen. Dann hätte man hier nicht Gelb-Rot zeigen müssen.“ Die zweite Halbzeit verfolgte Wagner auf der Tribüne des Stadions in Mönchengladbach – und sah dort, wie seine Mannschaft einen 1:3-Rückstand in einem 4:3-Auswärtssieg umwandelte. Besonders interessant ist die Aussage Dreesens, weil der FC Bayern am kommenden Sonntag in Elversberg spielt (ab 17.30 Uhr im Liveticker bei t-online). Der Bayern-Boss fordert also, dass SVE-Cheftrainer Wagner trotz seiner Ampelkarte auf der Bank Platz nehmen und seine Mannschaft coachen darf.
Herz-Erkrankung: Operation für McTominay
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Scott McTominay (29) muss sich einer Herz-Operation unterziehen. Laut ‚The Athletic‘ wurde bei dem Mittelfeldspieler eine leichte Arrhythmie festgestellt. Eine solche Erkrankung liegt vor, wenn das (…)