Über ein Jahr ist das Aus von Christian Horner als Teamchef von Red Bull mittlerweile her. Jetzt bringt er sich bei einem anderen großen Namen ins Spiel. Der frühere Red-Bull-Teamchef Christian Horner will in die Formel 1 zurück und bringt sich bei Ferrari ins Spiel. Der Engländer möchte sein Comeback in der Motorsport-Königsklasse eigentlich als Teilhaber eines Rennstalls geben. Für das italienische Traditionsteam würde Horner aber eine Ausnahme machen. „Ich war ein Angestellter. Ich habe 21 Jahre lang an der Boxenmauer gesessen. Dazu muss ich nicht zurückkehren“, sagte Horner der „Times“ in England. „In dieser Phase meines Lebens gibt es nur ein Team, bei dem ich akzeptieren würde, nicht als Mitbesitzer beteiligt zu sein.“ Das ist die Scuderia. Formel 1 in Baku: Russell auf der Pole – Desaster für WM-Führenden Neuerung für kommende Saison: Rekord-Weltmeister kritisiert die Formel 1 „Ob ich Ferrari in Betracht ziehen würde? Ich meine, Ferrari ist die größte Marke in der Formel 1. Das ist der Traum. Und man könnte sagen, es ist der schlafende Riese der Formel 1“, sagte Horner, der im Oktober seine Memoiren mit dem Titel „Drive“ veröffentlicht. Bei Ferrari ist der Franzose Fred Vasseur Teamchef und steht unter großem Druck. Horners Aus im Sommer 2025 bei Red Bull erfolgte inmitten einer sportlichen Krise. Seine Position war zusätzlich durch den Ärger um die Vorwürfe einer Mitarbeiterin geschwächt, die sich vom Teamchef unangemessen behandelt fühlte. Horner, früherer Vorgesetzter von Sebastian Vettel , wurde jedoch bei einer internen Untersuchung freigesprochen. „Vielleicht war ich doch nicht so unbeliebt“ Sein Aus war auch das Ende eines langen Machtkampfs bei Red Bull. Horner führte die Technik- und Motorenabteilung, war zudem verantwortlich für das Marketing. Nach dem Tod des Red-Bull-Mitgründers Dietrich Mateschitz im Jahr 2022 wollte Horner seinen Einfluss ausweiten. Seine Gegner auf der Seite der Erben setzten sich aber durch. „Ich glaube, die Tatsache, dass man auch 14 Monate nach meinem Rücktritt aus dem Sport immer noch über mich spricht, zeigt, dass es nach wie vor eine Nachfrage gibt. Vielleicht war ich doch nicht so unbeliebt“, meinte Horner, der sich regelmäßig mit Mercedes-Teamchef Toto Wolff zoffte. In seiner Zeit als Teamchef gewann Red Bull achtmal die Fahrer-WM und sechsmal die Konstrukteurs-WM. Seit seinem Aus wird er regelmäßig mit anderen Teams in Verbindung gebracht: von Aston Martin bis Alpine.